Quitte

Schon in im Altertum wurde die Quitte als Liebestrank verwendet. Heutzutage, kann man in der Heilkunde der westlichen Welt keine solche Wirkung nachweisen. Allerdings kann ich mich noch sehr gut erinnern, dass meine Großmutter und meine Mutter in ihre Kästen Quitte gelegt haben, da der Geruch dieser Frucht sehr angenehm und frisch war. Die zwei Sorten der Quitte die wir verwenden sind Leskovacka und Vranjska. Um das Aroma vollständig auszuschöpfen, geben wir eine kleine Menge an „Konstantinopler Apfelquitte“ hinzu, die wir von einem befreundeten Obstbauern ankaufen.http://invivospirits.com/
Die Arbeit mit der Quitte ist nicht einfach. Wir müssen alle Früchte gut „bürsten“ um sicher zu gehen, dass der Flaum vollständig entfernt wird. Das Fruchtfleisch der Quitte ist bekanntlich sehr hart und trocken, deshalb geben wir Wasser und Pektinasen dazu. Die Qualität des „Pürees“ bestimmt grundlegend den Geschmack und das Aroma des fertigen Produktes. Das Weglassen von Sauerstoff ist einer der notwendigen Schritte um eine erfolgreiche Gärung zu garantieren. Zudem müssen jegliche CO2 Gase, die während des Gärungsprozesses entstehen durch einen Gärspund ausgestoßen werden, um einen Überdruck zu verhindern. Wichtig ist, den Temperaturbereich von 16 - 18°C beizubehalten.
Nach der Destillierung, der Reifung und der Einstellung auf Trinkstärke, wie bei Genthiano classic und special bereits beschrieben, wird das Quittendestillat nun filtriert. Je nach Wetterbedingungen vor dem Ernten, dem Boden selbst, der Dauer des Destillationsvorganges, dem Reifen und anderen Kriterien, wird bestimmt wie viel Alkoholanteil die Spirituose enthalten wird. Aus Erfahrung wissen wir, dass serbische und russische Kunden einen Alkoholwert von 45 – 50%  bevorzugen. Im Gegensatz dazu bevorzugt der Kundenkreis aus Österreich, Deutschland und der Schweiz einen 40 – 42% Alkoholanteil. Da wir nur über Quellwasser verfügen, benutzen wir dieses Wasser für die Trinkstärkeeinstellung. Beim Austesten der Unterschiede zwischen einem destillierten Wasser und unserer weichen Quelle konnten wir keine signifikanten Unterschiede im Ergebnis feststellen. Mit dem Quellwasser „Popovo Polje“, welches einen hohen Gehalt an Magnesium aufweist, waren jedoch eindeutige Unterschiede feststellbar. Die Ergebnisse zeigen, dass das „Magnesiumwasser“ nur bei einem kleinen Teil der Kunden bevorzugt wird.
Bezüglich der Lagerung, gibt es heutzutage entweder die Möglichkeit Eichenholzfässer oder Edelstahlbehälter zu verwenden. Früher, wurde gesagt, dass Edelbrände eine sichere Währung seien. Somit war es nicht nur eine Frage der Lagerung, sondern auch eine wirtschaftliche Frage. All diese Aspekte spiegeln die Bilder, die wir zuvor noch nicht veröffentlicht haben, wider. Besonders das Foto von Milos, der seinem Lieblingstanz „rhythmofspirits“ tanzt, ist sehenswert. Falls auf unserem Bergbauernhof die Vorräte von Edeldestillaten unter 800l sanken sprach man von Schmach und Schande. Es wurde gespottet, dass der Hof vertrocknet sei…..! Die einzige Aufzeichnung, dass dies jemals passierte datiert aus dem Jahre 1817 und zwar heißt es dort: „Der Vitomir wird am Hof keine Ruhe haben, sofern er die Vorräte nicht wieder auffüllt, sodass alle drei voll sind ….“  Moderne Klimaerforschungen haben die handschriftlichen Aufzeichnungen bestätigt, dass zu der  angegebenen Zeit, aus klimatischen Bedingungen (Vorjahr war ohne Sommer) keine „Schnapsproduktion“ möglich war und die Reserven angezapft wurden.

 

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